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Sabbatjahr für Beamten – unbegrenzte Möglichkeiten bei gleichem Verdienst

Bist du Beamter im öffentlichen Dienst und denkst über ein Sabbatjahr nach, hast aber noch Bedenken über die Umsetzung, sowie den Wiedereinstieg in den Dienstalltag? Hast du KollegInnen, die sich in ihrem Sabbatjahr verwirklichen konnten und du hast jetzt dieselben Bestrebungen? Dann bist du hier genau richtig, denn dieser Blog handelt von der konkreten Umsetzung über Gründe für ein Sabbatjahr bis hin zum Wiedereinstieg in den Berufsalltag.

Das Sabbatjahr im öffentlichen Dienst ist ein Jahr bezahlten Urlaubs, das Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes gewährt wird, um sich von ihren beruflichen Pflichten zu erholen und persönliche Projekte zu verfolgen. Es ist in Deutschland und einigen anderen Ländern eine gesetzlich vorgeschriebene Regelung. In Deutschland können Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes nach einer bestimmten Dienstzeit ein Sabbatjahr beantragen und erhalten dafür eine Bezahlung in Höhe von bis zu 100% ihres letzten Gehaltes.

Sabbatjahr und Sabbatical: Welche Modelle eignen sich?

Im Sabbatjahr oder auch Sabbatical unterscheidet man grundsätzlich zwischen Landes- und Bundesebene. Hierzu gibt es wiederum Unterschiede in den einzelnen Modellen. Das gängigste Modell ist ein geringerer Dienstbezug bei gleicher Beschäftigung. Somit kann ein Vollzeitangestellter 3 Jahre lang 75 % seines Gehaltes beziehen und sich danach für 1 Jahr eine Auszeit nehmen, in der er/sie weiterhin 75 % des Vollzeitgehaltes bekommt. Ein weiteres sehr populäres Modell ist das kurze Sabbatical. Dieses dauert maximal 3 Monate und erleichtert somit den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben signifikant. Nichtsdestotrotz bringt ein ganzes Sabbatjahr gewisse Vorteile und Freiheiten mit sich, die nur durch den langen Zeitraum abgedeckt sind.

Unterschiede zwischen Bundesebene und Bundesländern

Wie schon erwähnt gibt es große Unterscheidungen in der Bundesebene und einzelnen Bundesländern. Bei einer Anstellung durch den Bund kann bei einer Teilzeitbeschäftigung die Zeit des Fernbleibleibens vom Dienst auf bis zu 3 Monate aufgeschoben werden. Wenn die Freistellungsphase allerdings an das Ende der Sabbats Zeit gelegt wird, kann auch ein Sabbatjahr unternommen werden. Während der Sabbats Zeit bekommt der Arbeitnehmer Dienstbezüge, die im Durchschnitt denen der gesamten Arbeitszeit entsprechen. Bei einer Anstellung durch das Land gibt es Unterschiede in den einzelnen Bundesländern. In den meisten Fällen werden aber Arbeitsstunden angespart und in der Zeit des Sabbaticals ausbezahlt.

Einige wichtige Unterschiede, die in den verschiedenen Bundesländern bestehen können, sind:

  • Dienstzeit: Die Dienstzeit, die erforderlich ist, um ein Sabbatjahr zu beantragen, kann von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein.
  • Bezahlung: Die Höhe der Bezahlung während des Sabbatjahres kann von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein, einige Bundesländer bezahlen 100% des letzten Gehalts, andere weniger.
  • Beantragung: Der Beantragungsprozess und die Fristen können von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein.
  • Nutzung: Einige Bundesländer erlauben es Beamten, das Sabbatjahr auf einmal zu nehmen, während andere es ermöglichen, es in mehrere Abschnitte aufzuteilen.

Es ist wichtig zu beachten, dass dies nur einige Beispiele für Unterschiede sind und es in jedem Bundesland weitere Unterschiede geben kann. Es empfiehlt sich daher, sich über die spezifischen Regelungen in dem Bundesland zu informieren, in dem man tätig ist.

 

 

Die Vorbereitung des Sabbatjahres

Wenn du jetzt von einem Sabbatjahr oder Sabbatical überzeugt bist, ist die Vorbereitung von großer Bedeutung. Der wichtigste Punkt nach der Finanzierung ist der Versicherungsschutz, der nicht bei allen Angestelltenverhältnissen und Modellen aufrecht bleibt. Eventuell muss eine spezielle Sozialversicherung für die Auszeit abgeschlossen werden. Wenn du vorhast auf Weltreise zu gehen, dich aber in einem aktiven Mietverhältnis befindest, bleiben diese Zusatzkosten für diesen Zeitraum weiterhin aufrecht. Somit kann es ratsam sein, die eigene Wohnung für die Zeitspanne des Sabbatjahres an Bekannte oder über das Internet zu vermieten. Jedoch gibt es trotz dieser Hindernisse viele Vorteile und Gründe ein Sabbatical zu bestreiten.

Gründe für ein Sabbatical

Ein Hauptgrund, den wir schon öfters erwähnt haben, ist das uneingeschränkte Reisen nach Lust und Laune. Dies kann vielreichend umgesetzt werden und bietet unzählige Möglichkeiten wie unter anderem Rundreisen, Weltreisen, eine längere Zeit in einem fremden Land …

Zudem kann eine Reise auch genutzt werden, um sich beruflich und sozial fortzubilden. In vielen Städten werden Kurse und Workshops zu zahlreichen Themen angeboten, viele davon werden sicher auch dein Interesse an Weiterbildung wecken. Dies ist auch ein weiterer Grund für ein Sabbatjahr, denn Fortbildungen zu beruflichen Angelegenheiten kommen während der Arbeitszeit in vielen Fällen zu kurz. Somit kann ein erneuter Wiedereinstieg in das Dienstverhältnis nicht nur leichter, sondern mit besserem Wissen über die eigene Arbeit erfolgen.

Wenn du schon immer gemeinnützige Organisationen unterstützen wolltest, lässt sich dies ideal mit einem Sabbatical kombinieren. Ob es dann das Unterstützen einer Hilfsorganisation in Entwicklungsländern oder Krankenpflege im Altersheim ist, lässt sich individuell entscheiden. Auch die Dauer dieser freiwilligen Arbeit kann frei eingeteilt und mit einer Weltreise verknüpft werden. Allerdings gibt es einen Punkt, bei dem wir ein Sabbatjahr wärmsten empfehlen: häufige Stressaussetzungen, schwerfallende Arbeit, anbahnendes Burnout. Bei diesen gesundheitlichen Risiken und auch in allen anderen Fällen kann ein Jahr Auszeit eine leichtere Wiederaufnahme des Dienstverhältnisses bedeuten.

Der Wiedereinstieg in den Dienstalltag nach dem Sabbatical

Vor dem Wiedereinstieg in das Berufsleben nach dem Sabbatjahr schrecken viele Beamten zurück. Gründe dafür sind Angst vor einer 40-Stunden-Woche, einem erneuten Zusammenarbeiten mit den entfremdeten KollegInnen und noch viele oft übertrieben Rechtfertigungen. Doch sind diese Annahmen wirklich ein Hindernis oder vielmehr die Angst ein Jahr Auszeit zu nehmen? In den meisten Fällen zweiteres, denn der erneute Berufseinstieg kann auch sehr entspannt ablaufen.

Ein wichtiger Tipp ist das Pflegen der Kontakte zu einstigen KollegInnen. Dies hilft besonders bei erneuten Teamarbeiten oder dem sozialen Engagement im Arbeitsumfeld. Auch die Problematik der ungewohnten Arbeitszeiten nach dem Sabbatjahr kann zum Beispiel durch ein geringeres Dienstverhältnis am Anfang des Wiedereinstieges unproblematisch gelöst werden. Zusammengefasst kann man behaupten, dass der Wiedereinstieg vielen leichter fällt als sie ihn sich vorgestellt haben.

Aller Anfang ist die Beantragung

Der erste Schritt ist immer der Wichtigste und beim Sabbatical ist dies die Beantragung. Ein kurzes Gespräch mit dem Arbeitgeber kann vorab auftretende Fragen klären und die Beantragung erleichtern. Der Antrag an sich ist je nach Dienstverhältnis unterschiedlich und variiert auch auf Landesebene.

Fazit

Ein Sabbatjahr bringt viele Vorteile mit sich. Wenn du noch einmal auf Weltreise gehen oder dir ein Jahr zum Entspannen nehmen willst, ist das Sabbatical genau das Richtige. Es kann auch eine Möglichkeit darstellen, sich vor einem androhenden Burnout oder schwerwiegenden Stress zu retten. Abschließend wollen wir noch einmal auf die Vielfalt an Möglichkeiten, die aus einem Sabbatjahr hervorgehen, hinweisen, denn das größte Ziel im Leben sollte immer die Selbstverwirklichung sein.